Eintausendneunhundertzwanzig

Heute ist wieder einmal Mischtag gewesen. Die nächsten sechs Liter wollten angerührt werden, weil in drei Wochen mein Vorrat zur Neige geht. Da ich mir die Eckpunkte nach dem letzten Mischen genau notiert habe, kenne ich nun auch meinen täglichen Liquidverbrauch sehr genau: 25 ml.

Und was hat das nun mit den „Eintausendneunhundertzwanzig“ (in Zahlen: 1.920) zu tun?

Ganz einfach: Sollte sich die Koalition doch noch auf das modifizierte TabStModG mit den 32 Cent pro Milliliter Nachfüllflüssigkeit als Endstufe einigen, dann würden eintausendneunhundertzwanzig Euro Steuer auf meinen frisch gemischten Liquidvorrat fällig (würde ich ihn im Handel kaufen). Na ja… ich muss die nicht zahlen, sondern bleibe stabil bei 78,76 € (Materialkosten und ohne Extra-Steuer) für den Vorrat, der acht Monate hält. Wäre ich bei meinem Verbrauch auf Fertigliquid angewiesen, dann hätte ich bei der zweiten Stufe der Steuer täglich(!) Liquidkosten in Höhe von 22 Euro (ein 10-ml-Pülleken würde dann nämlich 8,80 inkl. Märchensteuer kosten).

Rauchen wäre dann deutlich günstiger… selbst bei Filterzigaretten. Anderthalb Schachteln Marlboro am Tag (war so mein eingependelter Stand vor 9 1/2 Jahren, als ich zum Nichtraucher wurde) würden bei derzeitigem Preis 10,50 Euro kosten und um die 17 Euro zum Zeitpunkt der Liquid-Steuertufe 2. Ich könnte also mit dem Umstieg aufs Rauchen dann fünf Euro am Tag sparen… durchschnittlich 150 Öre im Monat… also doppelt so viel, wie ich derzeit für acht Monate Liquid hinlegen muss.

Muss man sich mal reinziehen…

Na ja. Ich lasse mich überraschen, was in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Bundestag beschlossen wird (falls was beschlossen wird). Trotzdem muss man sich mal klar machen, welchen totalen Irrsinn sich die Herrschaften da (und die meinen das ernst) ausgedacht haben.