Popcorn-Aroma

Popcorn, ob das funktioniert? – Das Popcorn-Experiment Teil 1

Für mein Pepes Tobacco #2 verwende ich ja immer als einen der Hauptaromenbestandteile TPA Popcorn ungesüßt. Das ist ein recht „neutraler“ Popcorn-Geschmack ohne süße Note und auch ohne Butternote.

Wer auf POPCORN (extra in Großbuchstaben geschrieben) steht… also den typischen süßen und buttrigen Popcorngeschmack wie im Kino… nun, der wird vermutlich mit meinem Ansatz nicht glücklich werden. Ich bin auch nicht sicher, ob und wie stark das Aroma letztlich schmecken wird. Egal… Versuch macht kluch…

Da Maiskörner im Maiskeim, der sich im Maiskorn befindet, ein fettes Öl enthält, kann die Mazeration nur mit einem Lösungsmittel erfolgen, das keine Öle löst. Damit fiel meine Wahl auf Propylenglycol. Um Öl, das sich physikalisch aus dem jeweiligen Trägerstoff löst, muss ich mir noch eine geeignete Möglichkeit der Abscheidung ausdenken (habe da schon ein paar Ideen im Kopf)… aber das wird erst nach Abschluss der Mazeration und Filtration fällig. Bleibt also noch Zeit, mir da eine gut funktionierende Methode auszutüfteln. Mal schauen, ob und wie viel Öl sich da überhaupt löst.

Was nehmen?

Nun geht es um die Auswahl des Ausgangsmaterials. Popcorn aus der Tüte, aus dem Kino oder von der Kirmes scheidet aus, weil das immer gesüßt und oft mit Butter oder pflanzlichem Fett zubereitet ist (oder gar mit Salz… baaah… hier in Ungarn bekommt man KEIN süßes Popcorn… NUR salziges… bäääääh… wenn man Glück hat welches ohne Salz und auch ohne Zucker, aber mit Butter).

Aber man kann Popcornmais auch als „Rohmaterial“ erwerben (keine Microwellen-Popcorn-Beutel)… also ganz normale Maiskörner (die zum Poppen besonders geeignet sind) ohne jegliche Zusatzstoffe.

Also war klar, dass ich solchen „puren“ Mais nehme und ihn selbst aufpoppe.

ACHTUNG:

Beim Poppen von „purem“ Mais ohne Fettzusatz muss man sorgfältig und vorsichtig vorgehen, damit er nicht anbrennt.

Wie viel?

Aufgrund der Tipps von Fonzis habe ich mich entschieden mit 10% Rohmaterial zu arbeiten. Das hat sich auch als sinnvoll herausgestellt, denn bei 20% entsteht ein Brei und das gemahlene Popcorn ist eher nur pampig, schwimmt aber nicht im Lösungsmittel.

Und wie jetzt?

Ich habe, weil ich 100 ml PG zur Mazeration verwenden wollte, 10 Gramm Popcornmais abgewogen.

 

Den Mais habe ich in einen kleinen Edelstahltopf mit Glasdeckel gegeben und bei kleiner(!) Flamme langsam und vorsichtig erhitzt.

 

Als das erste Wasser (aus den Körnern… das ist dafür verantwortlich, dass die Maiskörner aufpoppen) am Glasdeckel kondensierte, habe ich begonnen, den Topf zu schwenken, so dass die Maiskörner nicht dauerhaft mit einer Seite auf dem immer heißer werdenden Topfboden liegen und anbrennen. In den „Schwenkpausen“ kann man dann irgendwann erkennen, dass die Körner „zittern“. Sobald dann das erste Korn aufpoppte, habe ich den Topf von der Flamme genommen, weiter geschwenkt und gewartet, bis alle Maiskörner aufgepoppt waren. Dabei habe ich immer weiter geschwenkt.

Als alle Körner gepoppt waren, habe ich das Popcorn auf einen sauberen Teller gegeben, um die Hitzezufuhr (der Topf ist ja noch ne ganze Weile sehr heiß) zu beenden.

Nach dem Abkühlen kam das Popcorn dann in einen Mörser und wurde recht fein zerrieben.

 

Das zerriebene Popcorn habe ich anschließend in ein kleines Marmeladenglas gegeben und mit 100 ml PG aufgegossen.

 

Zunächst schwammen die Krümel obenauf. Ich war aber überrascht, dass sich das Material nach kräftigem Durchschütteln nicht sofort wieder absetzte. Auch nach drei Stunden hatte sich noch keine komplette schwimmende Schicht gebildet.

Ich werde wohl jeden Tag zweimal durchschütteln und dann ist (wie bei jeder Mazeration)…

Geduld erforderlich!

Den Ansatz werde ich nun 12 Wochen stehenlassen (2 x täglich durchschütteln). Wöchentlich werde ich eine Geruchsprobe machen und das Aussehen dokumentieren… danach geht es dann an das Filtrieren und Ölabscheiden.


 

 

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